Archivmeldungen

Hier finden Sie gelöschte Artikel, Meldungen, Nachrichten, Rückblicke - eine Seite zum Schmökern.

Präsident des MLB besucht St. Petersburg

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing besuchte mit einer Delegation der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Ende Juni 2018 Orte und Projekte der sächsischen Partnerschaftsarbeit in Orenburg, Ufa und Moskau.

Dr. Carsten Rentzing (r.) mit der Leiterin der kircheneigenen Buchhandlung "Slovo" und Dr. Anton Tikhomirov, dem Rektor des Theologischen Seminars in Novosaratovka. Bild: Tauber/EVLKS

Am Anfang stand ein Besuch bei der Petrikirche in St. Petersburg, wo er als Präsident des Martin-Luther-Bundes Arbeitsfelder und Projekte kennenlernte, die der Martin-Luther-Bund gemeinsam mit VELKD und DNK/LWB unterstützt und unterstützt hat. Das sind die Arbeit des Seminars in Novosaratovka, die Arbeit der Kanzlei des Erzbischofs, die Öffentlichkeitsarbeit mit der Zeitschrift »Der Bote«, die neu eingerichtete Orgel in der Kirche u.v.a.

Bischof Emeritus Siegfried Springer heimgegangen

»Uns hat die traurige Nachricht über den Heimgang von Bruder Siegfried Springer erreicht.

Im Namen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands spreche ich mein herzliches Beileid aus. Nun vertrauen wir ihn dem treuen Gott und liebenden Vater im Namen Jesu Christi an, dem Bruder Springer viele Jahre Dienst als Pastor und Bischof getan hatte. Möge der himmlische Vater ihn in die Wohnungen Seines Reiches aufnehmen und mit dem Licht der Ewigkeit erleuchten.

Dankbar blicken wir zurück auf die Jahre der Wiedergeburt unserer Kirche in Russland, an der Bruder Springer entscheidend mitgewirkt hatte. Es erklang aufs Neue das Wort des Apostels Paulus aus dem 2. Korintherbrief: ›siehe, wir leben‹. Trotz allen Todesschlägen lebt die Kirche Christi wieder dank dem Dienst Seiner treuen Diener.

Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe … (Joh 11,25)« – schreibt in seinem Kondolenzschreiben Dietrich Brauer, Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands. (mehr lesen)

MLB: Organisation verschlanken und Kooperationen sichern

Strukturelle Fragen standen am Anfang der Bundes-versammlung des Martin-Luther Bundes am 15. und 16. September 2017 in Erlangen. Ziel war, die Arbeit der Gremien einfacher und sparsamer zu gestalten.
Nach ausführlicher Beratung wurde eine neue Vereinssatzung mit Geschäftsordnung verabschiedet.
Neben der Bundesversammlung, d. i. die Mitglieder-versammlung des Martin-Luther-Bundes, steht nun ein Vorstand. Zusammengefasst werden im Vorstand die Arbeit des bisherigen Geschäftsführenden Vorstandes und des bisherigen Bundesrates – mit insgesamt weniger Personen. Beschlossen wurde außerdem der Mitgliedsbeitrag sowie die Fortsetzung und Verwendung der Umlagen. Geplant ist, sich verstärkt mit Spendenwerbung zu befassen.
mehr lesen....
 

 

 

 

 

Interessiertes Zuhören beim Bericht von Bisch Sabutis. Foto: Thomas

Jahresfest 2017 des Martin-Luther-Vereins (Spolok Martina Luthera) in der Slowakei

Vor genau zehn Jahren, am 10. Juni 2007, wurde der slowakische Martin-Luther-Verein (SML) in Vrútky gegründet. Am Gründungsfest nahmen damals teil der Präsident des Martin-Luther-Bundes OKR Claus-Jürgen Roepke und Pfarrer Pál Fónyad, Bundesobmann des Martin-Luther-Bundes in Österreich.
Als eine der sehr wenigen Kirchen in der Slowakei, die überhaupt benannt sind,  trägt die lutherische Kirche in Vrútky den Namen Martin Luthers. Im Zeichen der Gründung des SML und des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ wurde das Jahresfest des SML am 11. Juni 2017 in Partizánska Ľupča gefeiert. In seinem Jahresbericht und im Rückblick auf zehn Jahre Tätigkeit hob der Vorsitzende Pfarrer i.R. Mgr. Ondrej Pet´kovský das Hauptziel hervor: Die Vermittlung des reformatorischen Wirkens Martin Luthers als identitätsstiftenden Faktor in der Gegenwart. Der Beitrag des Spolok Martina Luthera (SML) dazu waren z.B. Publikationen wie die Herausgabe in Slowakisch von De servo arbitrio, Käsmark 2011; eine bescheidene Beihilfe für die Studie über die 95 Thesen Luthers, Prag 1. Auflage 2015 und 2. Auflage 2016, sowie eine Studie über die Heidelberger Disputation, Prag 2017. Dankbar wurde die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, insbesondere mit der Zentrale des MLB in Erlangen und mit dem MLB in Österreich erwähnt.

Partizánska Ľupča, bis 1946 Nemecká Ľupča/Deutschliptsch genannt, war einst eine blühende Kleinstadt von Bergbauern und Handwerkern. Die Kirchengemeinde zählte über 3.000 Mitglieder, jetzt hat sie 920 Mitglieder in 14 Ortschaften, ist aber immer noch eine traditionsbewusste und aktive lutherische Gemeinde. Sie ist eine sog. Toleranzgemeinde, d.h. sie wurde aufgrund des Toleranzpatents von Joseph II. aus dem Jahre 1781 wieder ins Leben gerufen. Die jetzige Kirche wurde an der Stelle der ersten Holzkirche im Jahre 1887 erbaut. Zum Festgottesdienst kamen Gemeindeglieder aus dem ganzen Gemeindegebiet. Der Gemeindegesang füllte den vollen Kirchenraum aus. Liturgen waren der Ortspfarrer Ján Molčan und Superintendent Marián Čop aus Prag unter Assistenz von Pfarrer i.R. Ondrej Pet´kovský und seiner Frau Pfarrerin i.R. Zuzana. Die Festpredigt hielt Pfarrer i.R. Pál Fónyad, Bundesobmann des MLB in Österreich. Die Jahresversammlung des SML wurde am Nachmittag abgehalten. Das Fest klang im kleinen Kreise bei Kaffee und Kuchen im von den Gemeindemitgliedern schön renovierten "Lutherov dom" ("Lutherhaus") aus.           
                                                                                                                   Bericht: Pál Fónyad 

Jahresbericht 2017

Dieser Bericht ist mein letzter als Bundesobmann. So ist er nicht nur ein Jahresbericlrt,
sondern ein Kurzbericht über 21 Jahre Tätigkeit. Mit dem Martin-Luther-Bund (MLB) bin ich seit WS 1969 in Erlangen eng verbunden, wo ich im Theologenheim gewohnt habe, und später Studienleiter wurde. In Österreich zuerst nur am Rande des Martin-Luther-Bundes mit dabei, war ich Diözesanobmann in Niederösterreich, ab 1996 nach dem Rücktritt des Bundesobmannes OKR Hans Größing Bundesobmann, in der Folge Mitglied der Bundesversammlung in der Zentrale Erlangen, Mitglied des Bundesrates ebendort, Mitarbeiter im Arbeitskreis für die Theologischen Tagungen, später dessen Leiter. Der bereits vor einem Jahr angekündigte Rücktritt ist aus Altersgründen notwendig. Im Bundesvorstand in der Zentrale behalte ich bis Ende 2019 mein Mandat. Dieses ist nicht gebunden an die Tätigkeit in Österreich.

Zu allererst möchte ich allen Mitarbeitenden im MLBÖ danken. Ohne ihre Treue und ihren ehrenamtlichen Einsatz wäre vieles nicht möglich gewesen. Dankbar denke ich an Diakon i.R. Günter Winterbauer, der leider nicht mehr unter uns ist. Er wurde am 26. Januar 2017 heimgerufen. Wir haben ihn am 14. Februar 2017 arn Evangelischen Friedhof Wien-Matzleindorf in Gottes Hand befohlen. Als Geschäftsführer nahm er an unserer Arbeit aktiv teil. (Nachruf auf www.martin-luther-bund.at) Besonders danke ich Frau Rosalia Kaltenbacher, die unsere Finanzen sehr gewissenhaft führt und auch in Zukunft führen wird. Der Dank gebührt unseren Spendem und jenen Gemeinden, die unsere Arbeit mit der jährlichen Kollekte unterstützen. Dank unserer Kirchenleitung bleibt die empfohlene Kollekte im Kollektenplan und die Unterstützung für die Ersttalare damit (50%) aufrecht....
(weiter lesen)

Günter Winterbauer - Nachruf

Am 26. Januar 2017 starb in Wien im Alter von 77 Jahren der Bundesgeschäftsführer des Martin-Luther-Bundes in Österreich, Diakon i.R. Günter Winterbauer. Der aus Franken stammende Winterbauer war Mitglied der Diakonen-Gemeinschaft in Rummelsberg und seit vielen Jahren der Diasporaarbeit des Martin-Luther-Bundes eng verbunden. In Kontakt mit dem Diasporawerk kam er erstmals Anfang der 1980er Jahre. Damals war er Heimleiter des Altersheims am Ohmplatz in Erlangen, wo er auf die Teilnehmer der ersten Sprachkurse des Martin-Luther-Bundes traf, damals noch unter der Leitung des 1997 verstorbenen Generalsekretärs, Dr. Peter Schellenberg. Auch nach seiner Pensionierung half Günter Winterbauer regelmäßig ehrenamtlich in der Erlanger Zentrale aus. Während einer Studienreise des MLB nach St. Petersburg anlässlich der Einweihung  der Petrikirche (1997) lernte er seine Lebensgefährtin Rosalia Kaltenbacher, die Bundesschatzmeisterin des MLB in Österreich (MLBÖ) kennen. 1999 übersiedelte er nach Wien und engagierte sich von Anfang an beim MLBÖ, hauptsächlich bei Hilfstransporten nach Rumänien und wurde 2002 in den Vorstand des Vereins gewählt. Das Organisieren der Jahresfeste in Österreich gehörte ebenso zu seinen Belangen, wie das Vermitteln der Talare für Vikare und Lektoren in Österreich und Vikare in Ungarn. Auch der Kontakt mit der Zentrale in Erlangen war ihm sehr wichtig, so dass er bei jeder Bundesversammlung als Delegierter zur Verfügung stand und auch bei jedem privaten Besuch in Deutschland vor der Heimfahrt noch in der Fahrstraße „vorbeischaute“. Der Martin-Luther-Bund trauert mit seinen Hinterbliebenen und ist ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für die Diaspora zu großem Dank verpflichtet. Günter Winterbauer hat ein langes Leben hindurch seinen Glauben bezeugt. Möge er nun schauen, was er geglaubt hat.

Jahresfest 2016

Das 35. Jahresfest des Martin-Luther-Bundes Österreich fand am 11. und 12. Juni in der Gemeinde Leoben statt.

Am 11. Juni Nachmittag hatte der Bundesvorstand seine Sitzung, anwesend waren auch der neugewählte Generalsekretär, Pfr. Michael Hübner aus Erlangen, sowie Pfarrer Mgr. Ondrej Petkovský aus der Slowakei und Bischof Pfr. Pál Lackner aus Ungarn.

Im Festgottesdienst am Sonntag predigte SI Mag. Hermann Miklas, und anschliessend fand in der Kirche die Bundesversammlung des Martin-Luther-Bundes in Österreich statt. 

Bei wechselhaftem Wetter klang das Fest mit Grillen und Feiern im Pfarrgarten aus.  

 

Festgottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche, Leoben (Foto: Ortwin Galter)

   

Bei der Sitzung des Bundesvorstandes (Foto: Michael Hübner)

 Spaß beim Gemeindefest (Foto: Julia Moffat)

Große Bühne für die Reformation - Fest in Wien

Anhand der Themenbereiche Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung konnte die Vielfalt evangelischen Lebens in Österreich erlebt werden: musikalisch gab es für jeden Geschmack etwas; große Namen und bekannte Gesichter sprachen auf der Bühne; man konnte basteln, lachen, mitsingen, sporteln und spielen und sich informieren....Und mit dabei viele Menschen, denen Kirche und die Arbeit der Kirche(n) wichtig ist!

Der ORF hat dazu eine Sendung gestaltet, die Sie hier nach-sehen können!

Dem gleichen Thema hat der ORF auch die "Orientierung Spezial" vom 30.9. gewidmet, hier zum Nach-sehen.

Jahresbericht 2015

des Bundesobmanns Pál Fónyad in der Sitzung des Bundesvorstandesam 11. Juni 2016 und in der Bundesversammlung am 12. Juni 2016 in Leoben

Im Berichtsjahr gab es keine besonderen Ereignisse. Wir konnten Frau Mag. Julia Moffat, Pfarrerin in Leoben für die Steiermark gewinnen und in der Bundesversammlung am 2. Juni 2015  in Wien-Hetzendorf als Diözesanobfrau wählen. Die Diözesanobleute pflegen die Kontakte zu den Superintendenten und zu den Gemeinden. Die Neuwahl des Bundesobmannes im Jahre 2017 werden wir vorbereiten.

Pfarrer Mag. Ortwin Galter, Oberösterreich, betreut die von ihm eingerichtete Homepage regelmäßig und freut sich über Informationen, die er dann einschalten kann.

Als Bundesobmann setzte ich die Kontaktpflege zu unseren Partnerkirchen und Partnergemeinden fort, ganz besonders zu beiden lutherischen Kirchen in Rumänien und in der Slowakei (Martin-Luther-Verein in der Slowakei). Im Rahmen einer Rundreise durch Siebenbürgen vom 17. Oktober bis 4. November 2015 besuchte ich beide Kirchenleitungen in Klausenburg (Evang-Luth. Kirche in Rumänien) und in Hermannstadt (Evang. Kirche A.B. in Rumänien). Besuche in Kirchengemeinden: Sânpetru/Petersberg, Pfr. Dr. Peter Klein, wo wir als MLBÖ das Orgelprojekt mitunterstützten. Die ungarischsprachige Kirchengemeinde in Brașov/Kronstadt/Brassó, wo wir die Renovierung des Altars und die Restauration des Altarbildes unterstützten (Festpredigt im Gottesdienst). Gemeinden in Săcele/Hétfalu/Siebendörfer, Tartlau/Prejmer, Târgu Mureș/Marosvásárhely/Neumarkt, Baia Mare/Frauenbach – Besuch beim Dekan, Cluj-Napoca/ Kolozsvár/Klausenburg. Vortrag in Klausenburg. Besuch des Reformationsgottesdienstes in Sfântu Gheorghe/Sepsiszentgyörgy/Sankt Georg und anschließend Besuch beim Dekan. Die Edition der Kirchengeschichte der Slowakischen Lutherischen Kirche A.B. in Serbien, vor allem die Zusammenfassung in Deutsch, verfasst von Pfr. Ondrej Pet‘kovský, betreute ich gemeinsam mit ihm. Es gab weiters Kontakte zu den Kirchen in Tschechien und Ungarn.

Die Zusammenarbeit mit der Zentrale des MLB in Erlangen und dem Generalsekretär Dr. Rainer Stahl in Form von gegenseitigen Absprachen Projekte und Besuche betreffend konnte fortgesetzt werden. Als Mitglied des Bundesrates und der Bundesversammlung nahm ich an den entscheidenden Beratungen und Sitzungen teil, in denen über die Wahl des neuen Generalsekretärs und über den Verbleib der Zentrale in Erlangen bzw. über die Verlegung nach Wittenberg entschieden wurde. Das absolute Abstimmungsergebnis befürwortete den Verbleib in Erlangen. Im Verabschiedungsgottesdienst des scheidenden Generalsekretärs am 11. März 2016 in Erlangen wirkte ich mit. Sein Nachfolger Pfr. Michael Hübner wurde am 14. November 2015 in Bad Essen gewählt, er nahm seinen Dienst am 1. April 2016 auf. Der AK Theologische Tagungen in der Zentrale, deren Vorsitzender ich bin, tagte regelmäßig. Bis auf weiteres wird jährlich nur eine Theologische Tagung stattfinden. Auch nach 2017 werde ich mein Mandat im Bundesrat, das unabhängig von den Funktionen in Österreich ist, wahrnehmen, zumal wir vor wichtigen Entscheidungen stehen, wie z.B. Wahl eines neuen Präsidenten und notwendig gewordene Veränderungen in der Zentrale.

Nähere Informationen über die Tätigkeit des MLBÖ und der Gemeinschaft des  MLB siehe unter www.martin-luther-bund.at bzw. www.martin-luther-bund.de.

Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem OKR in Wien. Schließlich danke ich unseren Bundesobleuten für die Mitarbeit und den Spendern für ihre Gaben.

Leoben, am 11. und 12. Juni 2016

Pál Fónyad e.h.

Bundesobmann