»Aus gutem Grund: Evangelisch in Rumänien«

Rekordbesuch zum Kirchentag 2017 in der Kronstädter Schwarzen Kirche

Die
Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) und die ungarischsprachige Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumänien veranstalteten vom 29. September bis 1. Oktober 2017 anlässlich des 500. Reformationsjubiläums den ersten Kirchentag seit achtzehn Jahren. Gastgeber war die Kronstädter Evangelische Kirchengemeinde A.B. (»Honterusgemeinde«). Über tausend Gäste kamen, darunter etwa siebzig Ehrengäste aus dem In- und Ausland. (mehr lesen...)

Foto: Stefan Bichler, EKR

MLB: Organisation verschlanken und Kooperationen sichern

Strukturelle Fragen standen am Anfang der Bundes-versammlung des Martin-Luther Bundes am 15. und 16. September 2017 in Erlangen. Ziel war, die Arbeit der Gremien einfacher und sparsamer zu gestalten.
Nach ausführlicher Beratung wurde eine neue Vereinssatzung mit Geschäftsordnung verabschiedet.
Neben der Bundesversammlung, d. i. die Mitglieder-versammlung des Martin-Luther-Bundes, steht nun ein Vorstand. Zusammengefasst werden im Vorstand die Arbeit des bisherigen Geschäftsführenden Vorstandes und des bisherigen Bundesrates – mit insgesamt weniger Personen. Beschlossen wurde außerdem der Mitgliedsbeitrag sowie die Fortsetzung und Verwendung der Umlagen. Geplant ist, sich verstärkt mit Spendenwerbung zu befassen.
mehr lesen....

 

Interessiertes Zuhören beim Bericht von Bisch Sabutis. Foto: Thomas

Edmund Ratz schrieb Kirchengeschichte – ein Nachruf

Am 31. August 2017 verstarb in Ansbach im Alter von 84 Jahren der frühere Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland und anderen Staaten (ELKRAS), Kirchenrat Dr. Edmund Ratz. Beigesetzt wurde er am 9. September 2017 in Neuendettelsau.

Edmund Ratz war seit langem eng und freundschaftlich mit der Arbeit des Martin-Luther-Bundes verbunden. 18 Jahre leitete er die Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) in Stuttgart. Nach dem Eintritt in den Ruhestand nahm er noch für ein gutes Jahrzehnt den bischöflichen Dienst wahr – zunächst in der Ukraine, dann bei der ELKRAS und in Russland. (mehr lesen....)

             Bild: ELKRAS

Jahresfest des Martin-Luther-Vereins (Spolok Martina Luthera) in der Slowakei

Vor genau zehn Jahren, am 10. Juni 2007, wurde der slowakische Martin-Luther-Verein (SML) in Vrútky gegründet. Am Gründungsfest nahmen damals teil der Präsident des Martin-Luther-Bundes OKR Claus-Jürgen Roepke und Pfarrer Pál Fónyad, Bundesobmann des Martin-Luther-Bundes in Österreich.
Als eine der sehr wenigen Kirchen in der Slowakei, die überhaupt benannt sind,  trägt die lutherische Kirche in Vrútky den Namen Martin Luthers. Im Zeichen der Gründung des SML und des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ wurde das Jahresfest des SML am 11. Juni 2017 in Partizánska Ľupča gefeiert. In seinem Jahresbericht und im Rückblick auf zehn Jahre Tätigkeit hob der Vorsitzende Pfarrer i.R. Mgr. Ondrej Pet´kovský das Hauptziel hervor: Die Vermittlung des reformatorischen Wirkens Martin Luthers als identitätsstiftenden Faktor in der Gegenwart. Der Beitrag des Spolok Martina Luthera (SML) dazu waren z.B. Publikationen wie die Herausgabe in Slowakisch von De servo arbitrio, Käsmark 2011; eine bescheidene Beihilfe für die Studie über die 95 Thesen Luthers, Prag 1. Auflage 2015 und 2. Auflage 2016, sowie eine Studie über die Heidelberger Disputation, Prag 2017. Dankbar wurde die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, insbesondere mit der Zentrale des MLB in Erlangen und mit dem MLB in Österreich erwähnt.

Partizánska Ľupča, bis 1946 Nemecká Ľupča/Deutschliptsch genannt, war einst eine blühende Kleinstadt von Bergbauern und Handwerkern. Die Kirchengemeinde zählte über 3.000 Mitglieder, jetzt hat sie 920 Mitglieder in 14 Ortschaften, ist aber immer noch eine traditionsbewusste und aktive lutherische Gemeinde. Sie ist eine sog. Toleranzgemeinde, d.h. sie wurde aufgrund des Toleranzpatents von Joseph II. aus dem Jahre 1781 wieder ins Leben gerufen. Die jetzige Kirche wurde an der Stelle der ersten Holzkirche im Jahre 1887 erbaut. Zum Festgottesdienst kamen Gemeindeglieder aus dem ganzen Gemeindegebiet. Der Gemeindegesang füllte den vollen Kirchenraum aus. Liturgen waren der Ortspfarrer Ján Molčan und Superintendent Marián Čop aus Prag unter Assistenz von Pfarrer i.R. Ondrej Pet´kovský und seiner Frau Pfarrerin i.R. Zuzana. Die Festpredigt hielt Pfarrer i.R. Pál Fónyad, Bundesobmann des MLB in Österreich. Die Jahresversammlung des SML wurde am Nachmittag abgehalten. Das Fest klang im kleinen Kreise bei Kaffee und Kuchen im von den Gemeindemitgliedern schön renovierten "Lutherov dom" ("Lutherhaus") aus.           
                                                                                                                   Bericht: Pál Fónyad 

Diasporagabe 2017: Der erste Neubau einer lutherischen Kirche in Kasachstan

Im Herbst 2016 entschied die Bundesversammlung des Martin-Luther-Bundes, die Diasporagabe des Jahres 2017 der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kasachstan zu widmen. Dort – in der kasachischen Hauptstadt Astana – entsteht gerade der erste Neubau einer lutherischen Kirche überhaupt. (mehr lesen...)

 

Das Faltblatt zum Projekt können Sie hier herunterladen.

ELKRAS/ELKUSFO: Erster Gottesdienst im neuen Gemeindehaus in Jekaterinburg

Am Sonntag, 10. Juli 2016 konnte die lutherische Gemeinde in Jekaterinburg ihren ersten Gottesdienst im neu erworbenen Gemeindehaus feiern. Groß war die Freude bei allen Besuchern des Gottesdienstes. Endlich können die zu kleinen bisherigen Räume verlassen werden, die zudem sehr hohe Mietkosten verursachten.

         Der erste Gottesdienst, Foto: Dürr

Vorangegangen war ein mühsamer Weg der Suche. Geplant war ursprünglich am Rande eines ehemaligen deutschen Friedhofes, der inzwischen nur noch als Park genutzt wird, eine neue, kleine Kirche zu bauen. Lange wurde geplant. 2015 wurde das auch wohlwollend von der Stadtverwaltung genehmigt. Doch dann wurde beim Ausschachten ein über 100 Jahre alter Grabstein gefunden. Damit fiel das Gelände unter staatlich-archäologischen Schutz.Ein Weiterbau war nicht möglich.                                           
Gemeinde, Kirche und Partner berieten und beteten, was nun zu tun sei: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Beherzt wurde entschieden, ein freistehendes Gebäude im Zentrum der Stadt zu erwerben. Dieses Haus konnte Juni 2016 gekauft werden. Aus der Sammlung der Diasporagabe 2014 des Martin-Luther-Bundes konnten mehr als 53.000 Euro beigetragen werden. Zurzeit werden die Papiere zur Eigentumsregistrierung fertiggestellt. Dann muss noch etwas umgebaut werden; vor allem soll ein größerer Saal für die Gottesdienste eingerichtet werden.

Das neu erworbene Gemeindehaus steht nicht weit von der »Platinka«, dem Ort der Stadtgründung 1723. Einer der Stadtväter war Lutheraner. Natürlich gab es bereits einmal eine lutherische Kirche in dieser Stadt, die aber in kommunistischen Zeiten zuerst enteignet und dann ganz zerstört wurde.

Heute ist Jekaterinburg mit mehr als 1,3 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt der russischen Föderation. Zum Kern der lutherischen Gemeinde gehören mehr als 50 Personen. Mit dem eigenen Gemeindehaus kann sich die Gemeinde sammeln, festigen und weiter wachsen. Die Gemeinde gehört zur Propstei Ural der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten (ELKUSFO) mit Bischofssitz im Omsk. Raikin Dürr aus Mecklenburg dient ihr als Pastor.

Mit der Gemeinde sagt der Martin-Luther-Bund herzlichen Dank für alle Unterstützung und bittet um weitere Hilfe und Gebet für die kleine, jetzt neu behütete Gemeinde im Ural.

RUMÄNIEN: Ein Konzertflügel für Klausenburg

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumänien hatte schon lange den Traum, einen Konzertflügel zu kaufen, um die kulturellen Aktivitäten in Klausenburg/Kolozsvár/Cluj-Napoca noch attraktiver gestalten zu können. Oberkirchenrat Attila Fehér schrieb aus dem Kirchenamt:



Der neue Flügel – Bild: Fehér

»In Klausenburg finden viele kulturelle Aktivitäten unserer Gemeinde statt, unter anderem in der Reményik-Sándor-Galerie und im Untergeschoss unseres Gebäudes in der Párizsi-Straße. Wir veranstalten monatlich Orgel-, Instrumental- und Chorkonzerte, die die Bekanntheit unserer Gemeinde, unserer Kirche und unseres Glaubens im Kreis der Klausenburger und der um Klausenburg wohnenden Bevölkerung fördernd unterstützen. Konzerte und andere christlich-kulturelle Aktivitäten spielen für die Mission eine wichtige Rolle. Schon mehrere Personen traten unserer Gemeinde bei, bewirkt durch den Besuch unserer Veranstaltungen. Deshalb ist es unser Ziel, noch niveauvollere, immer offenere, den Dialog fördernde Events bieten zu können.«

 

Nachdem die Kirche ein sehr gutes Angebot eines C3-Flügels von Yamaha bekommen hatte, konnte mit Mitteln des Reservefonds des Programmausschusses des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes und des Martin-Luther-Bundes geholfen werden. Ende Oktober hat uns OKR Fehér den Bericht und die Abrechnung über die Durchführung des Kaufs zugeschickt und geschrieben: »Gleichfalls schicke ich Ihnen anbei ein paar Fotos des Flügels, den wir schon bei mehreren Vorträgen und Konzerten genutzt haben. Wir  möchten uns auch auf diesem Wege bei Ihnen für Ihr Verständnis und für Ihre Unterstützung uns gegenüber bedanken.«