Präsident des MLB besucht St. Petersburg

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing besuchte mit einer Delegation der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Ende Juni 2018 Orte und Projekte der sächsischen Partnerschaftsarbeit in Orenburg, Ufa und Moskau.
 
Dr. Carsten Rentzing (r.) mit der Leiterin der kircheneigenen Buchhandlung "Slovo" und Dr. Anton Tikhomirov, dem Rektor des Theologischen Seminars in Novosaratovka. Bild: Tauber/EVLKS

Am Anfang stand ein Besuch bei der Petrikirche in St. Petersburg, wo er als Präsident des Martin-Luther-Bundes Arbeitsfelder und Projekte kennenlernte, die der Martin-Luther-Bund gemeinsam mit VELKD und DNK/LWB unterstützt und unterstützt hat. Das sind die Arbeit des Seminars in Novosaratovka, die Arbeit der Kanzlei des Erzbischofs, die Öffentlichkeitsarbeit mit der Zeitschrift »Der Bote«, die neu eingerichtete Orgel in der Kirche u.v.a.

»Aus gutem Grund: Evangelisch in Rumänien«

Rekordbesuch zum Kirchentag 2017 in der Kronstädter Schwarzen Kirche

Die
Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) und die ungarischsprachige Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumänien veranstalteten vom 29. September bis 1. Oktober 2017 anlässlich des 500. Reformationsjubiläums den ersten Kirchentag seit achtzehn Jahren. Gastgeber war die Kronstädter Evangelische Kirchengemeinde A.B. (»Honterusgemeinde«). Über tausend Gäste kamen, darunter etwa siebzig Ehrengäste aus dem In- und Ausland. (mehr lesen)

Foto: Stefan Bichler, EKR

MLB: Organisation verschlanken und Kooperationen sichern

Strukturelle Fragen standen am Anfang der Bundes-versammlung des Martin-Luther Bundes am 15. und 16. September 2017 in Erlangen. Ziel war, die Arbeit der Gremien einfacher und sparsamer zu gestalten.
Nach ausführlicher Beratung wurde eine neue Vereinssatzung mit Geschäftsordnung verabschiedet.
Neben der Bundesversammlung, d. i. die Mitglieder-versammlung des Martin-Luther-Bundes, steht nun ein Vorstand. Zusammengefasst werden im Vorstand die Arbeit des bisherigen Geschäftsführenden Vorstandes und des bisherigen Bundesrates – mit insgesamt weniger Personen. Beschlossen wurde außerdem der Mitgliedsbeitrag sowie die Fortsetzung und Verwendung der Umlagen. Geplant ist, sich verstärkt mit Spendenwerbung zu befassen.
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Interessiertes Zuhören beim Bericht von Bisch Sabutis. Foto: Thomas

Edmund Ratz schrieb Kirchengeschichte – ein Nachruf

Am 31. August 2017 verstarb in Ansbach im Alter von 84 Jahren der frühere Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland und anderen Staaten (ELKRAS), Kirchenrat Dr. Edmund Ratz. Beigesetzt wurde er am 9. September 2017 in Neuendettelsau.

Edmund Ratz war seit langem eng und freundschaftlich mit der Arbeit des Martin-Luther-Bundes verbunden. 18 Jahre leitete er die Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) in Stuttgart. Nach dem Eintritt in den Ruhestand nahm er noch für ein gutes Jahrzehnt den bischöflichen Dienst wahr – zunächst in der Ukraine, dann bei der ELKRAS und in Russland. (mehr lesen....)

             Bild: ELKRAS

Jahresfest 2017 des Martin-Luther-Vereins (Spolok Martina Luthera) in der Slowakei

Vor genau zehn Jahren, am 10. Juni 2007, wurde der slowakische Martin-Luther-Verein (SML) in Vrútky gegründet. Am Gründungsfest nahmen damals teil der Präsident des Martin-Luther-Bundes OKR Claus-Jürgen Roepke und Pfarrer Pál Fónyad, Bundesobmann des Martin-Luther-Bundes in Österreich.
Als eine der sehr wenigen Kirchen in der Slowakei, die überhaupt benannt sind,  trägt die lutherische Kirche in Vrútky den Namen Martin Luthers. Im Zeichen der Gründung des SML und des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ wurde das Jahresfest des SML am 11. Juni 2017 in Partizánska Ľupča gefeiert. In seinem Jahresbericht und im Rückblick auf zehn Jahre Tätigkeit hob der Vorsitzende Pfarrer i.R. Mgr. Ondrej Pet´kovský das Hauptziel hervor: Die Vermittlung des reformatorischen Wirkens Martin Luthers als identitätsstiftenden Faktor in der Gegenwart. Der Beitrag des Spolok Martina Luthera (SML) dazu waren z.B. Publikationen wie die Herausgabe in Slowakisch von De servo arbitrio, Käsmark 2011; eine bescheidene Beihilfe für die Studie über die 95 Thesen Luthers, Prag 1. Auflage 2015 und 2. Auflage 2016, sowie eine Studie über die Heidelberger Disputation, Prag 2017. Dankbar wurde die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, insbesondere mit der Zentrale des MLB in Erlangen und mit dem MLB in Österreich erwähnt.

Partizánska Ľupča, bis 1946 Nemecká Ľupča/Deutschliptsch genannt, war einst eine blühende Kleinstadt von Bergbauern und Handwerkern. Die Kirchengemeinde zählte über 3.000 Mitglieder, jetzt hat sie 920 Mitglieder in 14 Ortschaften, ist aber immer noch eine traditionsbewusste und aktive lutherische Gemeinde. Sie ist eine sog. Toleranzgemeinde, d.h. sie wurde aufgrund des Toleranzpatents von Joseph II. aus dem Jahre 1781 wieder ins Leben gerufen. Die jetzige Kirche wurde an der Stelle der ersten Holzkirche im Jahre 1887 erbaut. Zum Festgottesdienst kamen Gemeindeglieder aus dem ganzen Gemeindegebiet. Der Gemeindegesang füllte den vollen Kirchenraum aus. Liturgen waren der Ortspfarrer Ján Molčan und Superintendent Marián Čop aus Prag unter Assistenz von Pfarrer i.R. Ondrej Pet´kovský und seiner Frau Pfarrerin i.R. Zuzana. Die Festpredigt hielt Pfarrer i.R. Pál Fónyad, Bundesobmann des MLB in Österreich. Die Jahresversammlung des SML wurde am Nachmittag abgehalten. Das Fest klang im kleinen Kreise bei Kaffee und Kuchen im von den Gemeindemitgliedern schön renovierten "Lutherov dom" ("Lutherhaus") aus.           
                                                                                                                   Bericht: Pál Fónyad